Schüleraustausch USA



Schüleraustausch in den USA / Das Austauschjahr

Wenn du davon träumst, ein halbes oder auch ganzes Schuljahr in den USA zu verbringen, musst du nur die entsprechenden Schritte in die Wege leiten: Die Möglichkeit dazu gibt es auf jeden Fall! Allerdings bestehen so viele Angebote, dass du dir vorher über einige Dinge Gedanken machen solltest, damit du schon einmal vorsortieren kannst. Die USA sind nicht umsonst das beliebteste Austauschland für deutsche Schüler!

Staatliche Highschool oder privat?

Möchtest du an einer staatlichen Highschool lernen, kannst du zum Beispiel eine der zahlreichen Austauschorganisationen in Anspruch nehmen, die es in Deutschland gibt. Die Fachkräfte hier helfen dir, eine freundliche Familie zu finden. Steht dir eher der Sinn nach einer privaten Highschool und einem Eliteinternat, musst du ungleich tiefer in die Tasche greifen. Deine ersten Schritte hängen aber vor allem davon ab, ob du die Organisation selbst übernehmen möchtest oder ob du sie lieber einer erfahrenen Organisation überlässt. Frag am besten ältere Schüler, die bereits einen Austausch gemacht haben, nach ihren Erfahrungen. Auch Berichte im Internet können hilfreich sein.

Die Frage der Finanzierung

Es ist nicht ganz billig, ein oder zwei Schulhalbjahre in den USA zu verbringen: Für Flüge, Unterkunft, Unterricht und Visa fällt einiges an Kosten an. Andererseits kostet natürlich auch das Leben zu Hause so einiges. Sind deine Eltern nicht imstande, dich zu unterstützen, kannst du recherchieren, welche Austauschorganisationen Stipendien anbieten.

Eignest du dich wegen guter Zensuren und guten Betragens für den Austausch, kann es sein, dass er für dich bezahlt wird. Wie du dich darum bewirbst, erfährst du auf den Websites der Organisationen. Auch manche international agierenden Unternehmen bieten an, den Kindern ihrer Mitarbeiter einen Austausch zu finanzieren. Frage einmal bei deinen Eltern an, ob die Möglichkeit besteht, oder schau dich auf der Unternehmenswebsite nach entsprechenden Informationen um. Weitere Informationen zur Finanzierung des Schüleraustauschs findest du hier.

Die richtige Organisation finden

Unter den zahlreichen Austauschorganisationen, die es in Deutschland gibt, musst du erst einmal die richtige für deinen Schüleraustausch in den USA finden. Dafür vergleichst du die Angebote und achtest darauf, was alles in den oft sehr unterschiedlichen Preisen enthalten ist.

Ein guter Hinweis auf die Seriosität des Anbieters ist die Mitgliedschaft im DFH, also dem Deutschen Fachverband Highschool e.V. Der Verband gibt seinen Mitgliedern genaue Richtlinien, die unter anderem besagen, dass im Preis sowohl die Betreuung vor Art als auch die An- und Abreise, die Verpflegung und die Unterkunft sowie die Unterrichtsgebühren enthalten sein müssen. Sind die Visa-Gebühren nicht inbegriffen, muss das deutlich kenntlich gemacht werden. Die Vorteile, wenn du deinen Schüleraustausch über eine Organisation laufen lässt, sind vielfältig:

  • - du bekommst alle nötigen Infos über nötige Impfungen und Untersuchungen
  • - man erklärt dir, was du für die Beantragung des J1-Visums brauchst und tun musst
  • - die Profis helfen dir bei der Suche nach einer passenden Schule und Familie
  • - du wirst vor Ort betreut und hast immer einen Ansprechpartner
  • - du bekommst im Vorfeld Informationen über die Besonderheiten des Landes
  • - falls nötig, legt man dir einen Sprachkurs ans Herz
  • - du wirst über die notwendigen Versicherungen aufgeklärt und bekommst sie häufig auch angeboten
  • - man weist dich darauf hin, welche Zusatzkosten während des Aufenthalts auf dich zukommen
  • - du wirst über die Verhaltensregeln vor Ort aufgeklärt
  • - deine Reise vom Flughafen bis zur Gastfamilie wird organisiert


Welche Organisation sich am besten für dich eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Die Kosten und die Leistungen spielen eine Rolle, außerdem kann es sein, dass du bei einigen Organisationen kein oder nur wenig Mitspracherecht hinsichtlich der Schule und der Familie hast.

Selbst ist der Schüler

Du möchtest lieber deinen Schüleraustausch in den USA selbst organisieren? Vielleicht kennst du ja bereits eine nette Familie, die dich auch aufnehmen würde, aber du musst dich selbst darum kümmern, dass du an einer Schule am Unterricht teilnehmen kannst? Dann musst du darauf achten, dass die Schule, die du anschreibst, zertifiziert ist für die Aufnahme von Austauschschülern. Bitte sie darum, dir das Formular I 20 zu senden, also das Certificate of Eligibility. Das brauchst du, wenn du dich um ein Visum bewirbst.

Da du in diesem Fall alle Schritte allein vollziehen musst, handelt es sich auch um ein andres Visum (das J1-Visum kannst du nicht komplett allein beantragen): Du brauchst das F1-Visum. Ab 120 Tage vor deinem geplanten Aufenthalt kannst du den Antrag stellen. Dafür musst du das Antragsformular DS-160 ausfüllen und ein aktuelles biometrisches Passbild nach bestimmten Vorgaben machen lassen.

Als Nächstes musst du dich beim Visa-Dienstleister CGI-Stanley auf der Website registrieren und deinen Visumsantrag bezahlen. Er kostet aktuell 160 US-Dollar. Dabei bekommst du eine CGI-Referenznummer, die du dir auf jeden Fall notieren oder ausdrucken musst: Du musst sie beim Visumsgespräch dabeihaben. Nach dem Bezahlen kannst du einen Button anklicken, der dich weiterleitet zur Terminvereinbarung. Dafür brauchst du den zehnstelligen Barcode von der Bestätigungsseite des DS-160-Formulars, deine CGI-Referenznummer und deine Reisepassnummer.

Deinen Termin vereinbarst du mit der Botschaft in Berlin oder mit einem der Konsulate in München oder Frankfurt. Zum Termin bringst du auf jeden Fall Folgendes mit:

  • - deinen Reisepass, der noch sechs Monate nach deinem geplanten Aufenthalt gültig ist
  • - die Bestätigungsseite des Formulars DS-160
  • - das Original des Certificate of Eligibility (also des I 20)
  • - dein Farbfoto
  • - die ausgedruckte Bestätigung deiner Terminvereinbarung


Das Gespräch im Konsulat

Auf deinen Konsulatstermin solltest du dich gründlich vorbereiten: Das Gespräch wird auf Englisch geführt, daher kannst du dir im Vorfeld schon überlegen was du wie sagen möchtest. Mit großer Wahrscheinlichkeit wirst du gefragt werden, was du nach deinem Aufenthalt in den USA vorhast und wie deine Bindungen in Deutschland aussehen. Hier geht es vor allem darum, herauszufinden, ob du nicht in den USA zu bleiben gedenkst. Erkläre also, dass hier deine Familie und deine Freunde leben und dass du die Schule hier beenden wirst.

Familie kennenlernen

Dank Videoanrufen und Messengern ist es inzwischen zum Glück recht einfach geworden, mit Menschen überall auf der Welt in Kontakt zu treten. So kannst du deine Gastfamilie schon ein bisschen kennenlernen. Suche nach ein paar schönen Mitbringseln, am besten etwas, das du mit Deutschland verbindest. Deine Gastfamilie ist ja sicher auch gespannt auf deine Heimat.

Einige Grundregeln

Es ist gut möglich, dass du hier schon das eine oder andere Bier getrunken und auch mal zur Zigarette gegriffen hast. Das solltest du dir im Schüleraustausch in den USA komplett verkneifen! Alkohol ist gesetzlich erst ab 21 Jahren erlaubt, und die Gesetze zum Schutz der Nichtraucher sind sehr streng. Es kann auch gut sein, dass beides in deiner Gastfamilie überhaupt nicht gern gesehen wird, daher lass es lieber ganz. Bei manchen Organisationen sitzt du sogar ganz schnell wieder im Flieger in Richtung Heimat, wenn du erwischt wirst!

Auch solltest du aufpassen, was du in der Highschool trägst: Ist eine Schuluniform vorgeschrieben, stellt sich diese Frage nicht. Falls nicht, sollten aber gerade Mädchen darauf achten, nicht zu viel Haut zu zeigen. Tiefe Ausschnitte, bauchfreie Tops und zu kurze Röcke sind an vielen Schulen verpönt. Halte dich also etwas bedeckter und vermeide peinliche Situationen, in denen Lehrer dich auf deine Kleidung ansprechen oder gar deshalb nach Hause schicken.

Andere Länder, andere Sitten

In den USA wird deutlich mehr Wert auf außerschulische Aktivitäten gelegt als bei uns. Vielleicht findest du ja etwas, das dir Spaß macht? Du kannst Sport treiben, musizieren und singen, dich Debattier- oder Forschungsclubs anschließen. So erweiterst du schnell deinen Freundeskreis vor Ort und erlebst viel Neues, das dich auch persönlich voranbringt.

Vielleicht wirst du erst verwundert sein, wenn du den allgegenwärtigen Patriotismus erlebst: Fahnen findest du an jeder Ecke, und zu vielen Events wird die Nationalhymne gesungen – je nach Schule gern auch jeden Morgen. Bald wird das aber zum Alltag und du wirst feststellen, dass die US-Amerikaner gern in der Gruppe für irgendetwas mitfiebern und sich gegenseitig unterstützen. Sportveranstaltungen sind nur ein relativ bekanntes Beispiel. Lass dich darauf ein und schwimm mit dem Strom – dann werden Events wie Thanksgiving oder Halloween im Familienkreis zu wunderschönen und bleibenden Erinnerungen. Hab einen tollen Aufenthalt!


Links zum Artikel
Deutscher Fachverband Highschool

Visabeantragung: CGI Group



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